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Die amerikanische Kriegslok S 160
Gebaut für das Transportation Corps der Streitkräfte. Sie wurde Anfang der 40er -Jahre von den Vereinigten Staaten zum Nachschub-Einsatz
auf den verschiedenen Kriegsschauplätzen des 2. Weltkrieges gebaut, um von örtlich vorhandenen Triebfahrzeugen unabhängig zu sein.
Über 2100 Stück wurden von den US- Fabriken ALCO, Baldwin und Lima  für das Transportation Corps der US-Streitkräfte gebaut. Um sie universell einsetzen zu können bekamen die meisten das englische Lichtraumprofil.
Die Anlandung nach der Reise über den Atlantik war sowieso zuerst in England geplant und kam 1942 in Gang. Nach der geglückten Invasion und der Wiederinbetriebnahme von Häfen an der französischen Küste konnten die Loks nach Kontinentaleuropa transportiert und dort sofort in grosser Stückzahl eingesetzt werden. Sie waren rechtsgesteuert. Im Bereich der US-Zone Bremen waren 40 Stück eingesetzt,w elche 1947 im amerikanischen Auftrag nach Ungarn überstellt wurden. Gerüchten zufolge sollen einige Maschinen nach deutschem Farbschema lackiert worden sein, d.h. rotes Fahrwerk,  schwarzer Kessel und so vor deutschen Zügen gefahren sein. In Frankreich verblieben nur wenige S160. Als Ersatz wurden dorthin ab 1945 die stärkere 141 R hingeliefert um Kriegsverluste auszugleichen , insgesamt 1340 Stück. Nach Ende der Kriegsereignisse verblieben die meisten S 160- Loks in den jeweiligen Ländern und wurden dort von den Bahnverwaltungen übernommen und für ihre Bedürfnisse umgebaut. Dadurch entstand eine Typenvielfalt welche ihresgleichen sucht. Am besten ist das auf einer Facebookseite zu sehen, von der Alaska bis zur Koreaausführung Kohle -oder Ölgefeuert ,ist dort fast alles zu sehen, auch Übersichtsskizzen sind dort abgebildet.
Möchte man die Lok fahren sehen, dann rein auf You Tube , dort fährt die Museumslok S160 5197 und die S160 2253 (Spitzname „The Yank“ oder die „Klapperschlange“)auf verschiedenen Museumsbahnen in England. Anfang der 2000er -Jahre wurden S160 Maschinen von einem Schrottplatz in Griechenland nach England transportiert zur Aufarbeitung. In England könnten sich deswegen weitere Loks befinden, eine ist die S160 6046 von der Churnet Valley Railway welche schon die bekannte S160 5197 betreibt.
Bitte die sehenswerte Internetseite ansehen. Literaturhinweis : Lok Magazin Jan./Febr. 1980, Wikipedia.

Der Bau der amerikanischen Kriegslokomotive S 160 im Masstab 1: 32
Der Grund ,dass ich ausgerechnet auf diese Loktype kam, war der, dass ein Bekannter mir mehrere Dampflokradsätze besorgte, welche einen Durchmesser von 46 mm hatten. Dann ging die Suche los und bei der S160 hat es gepasst. Die Lok hat außerdem schwarz lackierte Räder so dass auch die etwas geringere Speichenzahl der Spur 2-Radsätze nicht auffällt.
Ausserdem gibt es bei der Lok einen gewaltigen geschichts-historischen Hintergrund, den es so in dieser Form noch nicht gab und welcher zu Diskussionen anregt. Die Bauweise ist fast ganz aus Messing, bis auf wenige Teile z. B. den lang gezogenem Dom. Hilfsteile die man nicht sieht und  kleine Detailierungsteile zum Ankleben mit Sekundenkleber sind  aus Kunststoff.
Der Rahmen besteht aus 3mm Barren, die Zylinder sind aus Aluklötzen, gefräst und rund gefeilt. Die Kuppelräder welche ich verwende stammen wie schon gesagt aus dem 2m-Bereich(LGB),deswegen muss der 3 mm hohe Spurkranz auf ca. 2mm abgedreht werden; am Durchmesser der Lauffläche ist nichts zu tun.
Noch was Grundsätzliches: Da wir hier eine ungefederte Lok vorliegen haben (ähnlich Br.55 von Märklin), sollte man keine Experimente in Richtung Fine Scale-Räder unternehmen, sie könnten schiefgehen.Eine Lok in Fine Scale -Ausführung sollte unbedingt ein gefedertes oder noch besser ein gelenkiges Fahrwerk haben,dabei darf ruhig die letzte Achse eines 3-oder 4-Kupplers fest im Rahmen gelagert sein (auch wegen des Antriebes). Durch die Gelenkigkeit wird eine 3-Punktlagerung erzeugt, so dass alle Räder der Lok mit Druck belastet sind und auch bei kleiner Spurkranzhöhe die Fahrsicherheit gewährleistet wird.
Der Kessel ist im ist im vorderen und mittleren Bereich zylindrisch im Bereich der Feuerbüchse ist er in der Höhe zum Führerhaus hin etwas eingezogen, das habe ich nicht nachgebildet. Dagegen die seitliche Ausweitung ist angedeutet. Dies hat beim grossen Vorbild den den Sinn, eine grosse Rostoberfläche und viel Kesselleistung zu bekommen.Bei südafrikanischen Loks z.B. der 15 F sieht man das ganz extrem. Hier erreicht der ausgeweitete Stehkessel fast an die Breite des Führerhauses(!).
Der Antrieb meiner Lok geht auf die letzte Kuppelachse welche schon ein Kunststoffzahnrad (Schneckenrad) mit 35 Zähnen aufweist. Der Bühlermotor mit der Schnecke (von LGB) liegt nur auf dem Schneckenrad auf ,hinten ist er über den Rahmenverbinder fixiert. Also wird vorn über dem Motorlagerschild nochmal ein Querbügel angebracht damit der Motor nicht nach oben aus der Verzahnung kann. Dies ist ein einfacher Lokantrieb.Der Fahrbetrieb wird zeigen wie sich das bewährt.
Radschleifer zur Schienenstromabnahme sind nicht vorgesehen da die Lok mit Akku, Regler und Fernsteuerung betrieben werden soll. Es muss aber kontrolliert werden, dass auf digitalem Gleis kein Kurzschluss verursacht wird.
Als Bauzeichnung habe ich die Skizze aus LOK MAGAZIN 1/1980 verwendet, hochkopiert auf 1:32, und von dort dann die Masse abgenommen. Von wichtigen Teilen, wie die Rahmenwangen empfiehlt es sich aber eine separate Skizze anzufertigen. Noch ein wichtiger Tip für diese und ähnliche Loks : Der Vorbildradstand ist sehr eng, deswegen muss bei der Modellok der Radstand etwas grösser gewählt werden, sonst schleifen die Spurkränze aneinander.
So , das wär's fürs Erste mit der kleinen Einführung in den Modellok-Bau, für die Beschreibung des Tenders und die Komplettierung der Lok melde ich mich demnächst wieder.
Viele Grüsse Hans-Peter

 

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© werkbahn.net - 19. Juni 2011